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    Schmerzensgeldtabelle Verkehrsunfall 2026

    Wie viel Schmerzensgeld kommt nach einem Unfall in Betracht? Die Tabelle zeigt gerundete Orientierungsspannen aus veröffentlichter Rechtsprechung, sortiert nach Verletzung. Mit dem Faktoren-Check sehen Sie, was den Betrag nach § 253 Abs. 2 BGB erhöhen oder senken kann – Stand: September 2026.

    Orientierungstabelle nach Verletzung

    VerletzungTypische UmständeOrientierung
    HWS-Distorsion leicht (Grad I)Beschwerden wenige Tage bis 2 Wochen, keine Arbeitsunfähigkeit oder nur kurzca. 300 – 1.000 €
    HWS-Distorsion mittel (Grad II)Beschwerden mehrere Wochen, Physiotherapie, einige Wochen arbeitsunfähigca. 1.000 – 3.000 €
    HWS-Distorsion schwer (Grad III)Monatelange Beschwerden, ggf. Bandschäden, anhaltende Einschränkungenca. 3.000 – 10.000 €
    GehirnerschütterungKurzer stationärer Aufenthalt, folgenlose Ausheilungca. 500 – 2.500 €
    Nasenbeinbruch / GesichtsverletzungenOperative Versorgung möglich, ggf. sichtbare Narbenca. 1.500 – 6.000 €
    Rippenprellung / RippenbruchSchmerzen beim Atmen, mehrere Wochen Einschränkungca. 500 – 3.000 €
    WirbelkörperbruchOperation oder Korsett, längere Reha, ggf. Dauerschadenca. 8.000 – 30.000 €
    Handgelenks- oder UnterarmbruchGips oder Platte, mehrere Wochen arbeitsunfähigca. 2.500 – 8.000 €
    Schulterverletzung (z. B. Schlüsselbeinbruch)Operation, Bewegungseinschränkung über Monateca. 4.000 – 12.000 €
    Knieprellung / BänderdehnungEinige Wochen Beschwerden, konservative Behandlungca. 500 – 2.500 €
    Unterschenkel- oder SprunggelenksbruchOperation, Krankenhausaufenthalt, Reha, ggf. Metallentfernungca. 6.000 – 20.000 €
    Polytrauma mit DauerschadenMehrere schwere Verletzungen, dauerhafte Minderung der Erwerbsfähigkeitca. 50.000 – 150.000 €
    Querschnittslähmung / schwerste HirnschädenLebenslange Pflegebedürftigkeitab ca. 300.000 €, in Einzelfällen deutlich höher

    Gerundete Spannen auf Grundlage veröffentlichter Gerichtsentscheidungen und gängiger Schmerzensgeldtabellen. Jeder Fall wird individuell bewertet; die Werte sind keine Zusage.

    Faktoren-Check: Was beeinflusst die Höhe?

    Rechtliche Grundlage

    Wer bei einem Verkehrsunfall verletzt wird, kann neben dem Ersatz von Sachschäden grundsätzlich eine billige Entschädigung in Geld für immaterielle Schäden verlangen (§ 253 Abs. 2 BGB). Anspruchsgrundlage gegen den Halter ist in der Regel § 7 StVG, gegen den Fahrer § 18 StVG oder § 823 BGB. Die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung haftet direkt (§ 115 VVG).

    Warnung
    Lassen Sie Beschwerden möglichst am Unfalltag ärztlich dokumentieren. Fehlt ein zeitnaher Befund, bestreiten Versicherer häufig, dass die Verletzung vom Unfall stammt.

    Mitverschulden senkt den Betrag

    Trägt die verletzte Person eine Mitschuld – etwa weil sie nicht angeschnallt war –, kürzen Gerichte das Schmerzensgeld nach § 254 BGB anteilig. Die Quote hängt vom Einzelfall ab.

    Beispiel
    Ein Gericht hält für einen Handgelenksbruch 5.000 € für angemessen. Die Geschädigte war nicht angeschnallt, das Gericht nimmt 30 % Mitverschulden an. Zugesprochen werden dann 3.500 €.

    Fristen und Spätfolgen

    Der Anspruch verjährt grundsätzlich in drei Jahren zum Jahresende (§§ 195, 199 BGB). Sind Spätfolgen möglich, kann eine Feststellungsklage sinnvoll sein, damit künftige Schäden nicht verjähren. Mit dem Verjährungsrechner prüfen Sie Ihr Fristende.

    Tipp
    Unterschreiben Sie keine Abfindungserklärung, bevor Ihre Behandlung abgeschlossen ist. Damit sind in der Regel auch spätere Folgen abgegolten.

    Weiterführende Informationen

    Häufige Fragen zum Schmerzensgeld

    Transparenzhinweis (KI-Verordnung, seit 02.08.2026)

    • Die Schmerzensgeld-Orientierungstabelle arbeitet regelbasiert und deterministisch: Die Ausgabe folgt ausschließlich den hier offengelegten Gesetzes-, Tabellen- und Rechenregeln. Es kommt kein KI-System im Sinne des Art. 3 Nr. 1 der Verordnung (EU) 2024/1689 zum Einsatz.
    • Es findet keine automatisierte Entscheidung über Personen statt. Die Ergebnisse sind rein informatorische Orientierungswerte ohne Bindungswirkung.
    • Alle Eingaben werden lokal im Browser verarbeitet; es erfolgt keine Übermittlung an uns oder an Dritte, kein Profiling, keine biometrische oder Emotionserkennung.
    • Redaktionelle Texte können KI-gestützt vorbereitet werden. Vor Veröffentlichung werden sie von der Redaktion inhaltlich geprüft, ggf. korrigiert und verantwortet – die redaktionelle Verantwortung liegt stets bei einem Menschen.

    Details: KI-Transparenz im Disclaimer.

    Rechtlicher Hinweis: Dieser Ratgeber dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte. Bei konkreten Rechtsfragen wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt. Ausführlicher Hinweis: Disclaimer. Inhalte werden teils KI-gestützt vorbereitet und stets redaktionell geprüft und verantwortet – KI-Transparenz nach der KI-Verordnung.